ZIMO heute und in den letzten 30 Jahren
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Das Unternehmen ZIMO ELEKTRONIK (e.U.) wurde 1980 gegründet, zunächst als nebenberufliche Tätigkeit des Inhabers (Peter W. Ziegler), ab 1987 als hauptberufliche. ZIMO befindet sich seit Gründung an der Adresse Wien, Schönbrunner Straße 188.

ZIMO beschäftigt sich von Beginn an mit der Entwicklung und Produktion von digitalen Steuerungssystemen für Modelleisenbahnen, in der Vergangenheit vorübergehend auch mit Programmiergeräten für industrielle Anwendungen und Steuerplatinen für Klimaanlagen.

ZIMO Digitalsysteme und Decoder werden in fast alle Länder Europas vertrieben; in geringem (aber ausbaufähigem) Umfang auch nach Nordamerika und Australien.

Bis heute (Mai 2010) ist ZIMO auf einen Mitarbeiterstand von 11, und eine Betriebsfläche von 450 m2 angewachsen. Durch die im Jahr 2009 errichtete neue Produktionsanlage wurden die technischen Voraussetzungen für eine Ausweitung der Stückzahlen in Eigenfertigung geschaffen, um neben dem Geschäft mit Modellbahn-Händlern eine verstärkte Aktivität als Zulieferer der Modellbahn-Industrie aufzunehmen..

Siehe auch folgende Seiten:        "Leute"      und      "Konzept"

ZIMO Haus in Wien - Meidling
unten links: Eisnbahn-Club / rechts: Produktion / 3 .Stock: Büro und Entwi

 

         

    Produktionswerkstätte - Bestückungsanlage          Produktionswerkstätte - Decoder-Prüfung             ZIMO Messestand (Foto Dortmund 2010)

 

1979 wurde das erste ZIMO Digitalsystem (BGT-1, FP-2, FZE-2), damals noch als "Mehrzugsteuerung" bezeichnet, ausgeliefert. Die ersten ZIMO Decoder, damals "Fahrzeug-Empfänger", maßen 45 x 30 x 20 mm. Zu dieser Zeit war das digitale Angebot sehr klein: nur ein englisches System für 16 Züge und 6 Fahrstufen kam fast zeitgleich mit ZIMO auf den Markt. Im Vergleich dazu wirkte das ZIMO System mit 99 Zügen und 16 Fahrstufen fast übertrieben leistungsfähig.  
1980 folgte die erste Anwendung der später als "signalabhängige Zugbeeinflussung" bezeichnete Integration von Mehrzugsteuerung und Zugsicherungstechnik, eine bis heute herausragende Spezialität aller ZIMO Digitalsysteme. Es wurde auch bereits ein Decoder-Zusatzmodul für Lastausgleichsregelung entwickelt; wegen seinen Abmessungen damals nur für Großbahnen einsetzbar.  
1981 erschien im Rahmen der zweiten Systemgeneration (M100, M200, M400) das "Automatisierungsgerät" M500, die erste Version der Betriebssteuerung, welche Blockbetrieb, Fahrstraßen, Bahnhofssteuerung über Drucktastenstellwerke wie beim Vorbild ermöglicht.  
1984 hat ZIMO mit dem M210 das erste microprocessor-gesteuerte Fahrpult auf den Markt gebracht, wodurch zahlreiche zusätzliche Leistungsmerkmale wie Rückholspeicher oder Doppel- bis Fünffach-Traktion realisiert werden konnten. Auch bestand ab nun die Möglichkeit des Updates durch EPROM-Tausch.   
1987 begann die Herstellung von kundenspezifischen Gleisbildstellwerken aus Original ÖBB-Tischfeldern, die zusammen mit dem Betriebssteuergerät M5000 eine vollständige Ausstattung für die Zugsicherungstechnik bildeten. Das größte Stellwerk umfasste 9000 Felder mit ca. 300 Tasten und 1500 LEDs.  
1989 brachte die dritte Systemgeneration (M1000, M2000, M4000) neben vielen anderen Komforteigenschaften auch die ZIMO Zugnummernerkennung, eine Funktion, welche für die nächsten 12 Jahre von keinem anderen Digitalsystem geboten werden konnte.  
1990 konnten Decoder mit Hochfrequenz (20 kHz) - Endstufe hergestellt werden (MX41); womit weltweit erstmals geräuscharmer Lauf (später auch oft als "silent running" bezeichnet) mit Lastausgleichsregelung kombiniert wurde.  
1992 erfolgte die Ablöse der Betriebssteuergeräte und Drucktastenstellwerke durch die Computer-Software "STP" (E. Sperrer Software Entwicklung); der Computer ermöglicht noch mehr Funktionalität in der Zugsicherung als bisher. "Warum mit Spielzeug abgeben, wenn Sie das echte Vorbild haben können" wurde später eine STP-Werbeaussage, die recht treffend den prinzipiellen Unterschied der Methode "ZIMO und STP" im Vergleich zu anderen System- und Software-Produkten zeigt.  
1994 kam die vierte Systemgeneration (MX1, MX2, MX40): kompaktes Basisgerät , Walk-around-taugliche Fahrpulte, Infrarot-Fahrpulte, Miniaturisierung der Fahrzeug-Empfänger, Weichen-Empfänger zum Einbau in Antriebsgehäuse, u.a.  
1996 war das für den weiteren Firmenbestand entscheidende Jahr der Umstellung auf das standardisierte DCC Datenformat; für einige Jahre wurden Multiprotokoll-Geräte hergestellt, welches sowohl das "alte" ZIMO Datenformat als auch DCC und MOTOROLA ansteuern konnten. MOTOROLA wurde von nun an auch in allen weiteren Systemgenerationen neben DCC unterstützt.   
1998 ist die Produktpalette wieder vollständig, jetzt für das standardisierte Datenformat DCC; insbesondere stehen ab nun die "signalabhängige Zugbeeinflussung" und die Zugnummernerkennung auch für DCC zur Verfügung.  
2000 werden mit der sechsten Systemgeneration (Basisgeräte MX1, MX1HS "model 2000", Fahrzeug-Empfänger MX61 "model 2000", Miniatur-Decoder MX62, u.a.) neue Maßstäbe in bezug auf Leistungsfähigkeit, Fahreigenschaften und Funktionsvielfalt gesetzt.   
2002 kommt mit dem "Economy Basisgerät" MX1EC ein Produkt auf den Markt, mit dem der Einstieg in die ZIMO Steuerungstechnik zu einem bisher nicht denkbaren günstigen Preis ermöglicht; dies ohne Einschränkung von Leistungs- und Anwendungsmöglichkeiten.  
2004 wird die genormte "bi-directional communication" (RailCom) in relevanten Produkte (Basisgeräte, Decoder) vorbereitet (die Inbetriebnahme kann erst nach Verabschiedung des NMRA Standards erfolgen), womit eine Palette erweiterter Anwendungsmöglichkeiten offen steht. Seit Herbst 2004 sind alle ZIMO Decoder update-fähig, d.h. es kann vom Anwender selbst - ohne Öffnen der Lok - mit Hilfe des Decoder-Update-Gerätes eine neue SW-Version geladen werden.  
2005 kommen die neuen Fahrpulte MX31 mit in modernem Design und neuester Technik, sowie die dazugehörigen Funk-Fahrpulte MX31FU.  
2006 kommen mehrere neue Produkte auf den Markt, insbesondere die ersten Sound Decoder von ZIMO: MX690 und etwas später MX640, sowie das "Zentral-Fahrpult" (Fahrpult mit eingebauter Mini-Basisgerät") MX31ZL - ein preisgünstiger Einstieg in die ZIMO Technik.  
2007 werden diverse neue Methoden geschaffen, u.a. das "Software-Update für Decoder aus dem USB-Stick", welches besonders komfortabel und problemlos ist, da es ohne Computer auskommt.  
2008 wird die Entwicklung einer völlig neuen (der siebenten) Systemgeneration, später als MX10 und MX32 bezeichnet, eingeleitet. Dies erweist sich als schwieriger als erwartet, da die aktuelle Technologie (u.a. Microcontroller mit Taktfrequenzen im 100 MHz-Bereich und Farb-Bildschirme) neuartige Anforderungen an die Entwicklungsmannschaft stellte.  
2010 kommt das neue Fahrpult MX32 auf den Markt; und damit beginnt eine neue Epoche für ZIMO und die Modellbahnsteuerung: ein Modellbahn-Bediengerät mit modernstem OLED Touch-Screen, 32-bit-Microcontroller, auf dem u.a. Tachometer und andere Anzeigeinstrumente, aussagekräftige Icons, Fahrzeug-Fotos, bis hin zu Ausschnitten von Gleisbildstellwerken wiedergegeben werden können. Beginnend mit dieser Entwicklung wird nun auch die RailCom-Technologie intensiv genutzt.  
     

2010 05 23