Der aktuelle Tipp  

2004 12 18 - Hinweise zur Verwendung von Energiespeichern (Kondensatoren) zwecks Überfahren stromloser Gleisstücke (Schmutz, Herzstücke,..)

In den Betriebsanleitungen der ZIMO Decoder sind zwei Anschalte-Methoden beschrieben; eine einfache (Kondensatoren direkt an den Decoder, ev. über Drossel, wenn ZIMO Zugnummererkennung in Verwendung) und eine etwas aufwändigere (mit zusätzlicher Diode und Widerstand).

Diese zweite Schaltung erhält nin neben den bisher in der Betriebsanleitung angeführten Vorteilen einen weiteren Sinn: Im Falle der Verwendung des Signalstops durch  "asymmetrisches DCC-Signal" (= Lenz ABC), ist diese Widerstands-Dioden-Kombination auch notwendig um die Asymmetrie im Decoder detektieren zu können!

Die Erkennung und Anwendung des "asymmetrischen DCC-Signals" wird Anfang 2005 durch eine neue Software-Version für die Decoder MX62, MX63, MX64 eingeführt.

2004 09 10 - ESU Loksound Decoder und "signalabhängige Zugbeeinflussung"

Die neuesten Loksound Produkte von ESU (Version 3) beherrschen die "signalabhängige Zugbeeinflussung" des ZIMO Digitalsystems; sie können also zusammen mit ZIMO Gleisabschnitts-Modulen MX9, dem Stellwerksprogramm STP, usw. eingesetzt werden.

Es gibt jedoch zwei Einschränkungen bzw. Probleme:

1) Zum Unterschied von ZIMO Decodern wird von ESU "nur" die Zugbeeinflussung unterstützt, nicht jedoch die ZIMO Zugnummernerkennung. Dies tut dem Betrieb im "system-autonomen Blockbetreib", in STP - Fahrstraßen und -Blöcken keinen Abbruch, aber Betriebsarten, wo die Lok direkt angesprochen werdenmüßte (z.B. Richtungsumkehr) sind nicht möglich (es sei den durch manuelle Mitteilung das Adresse an STP und Zugnummernverfolgung)

2) Die Toleranz der ESU Loksound Decoder bezüglich des Timings der Zugbeeinflusssung - Cutouts ist etwas zu klein geraten,  während die Ungenauigkeit des diesbezüglichen Timings in den MX9 Gleisabschnitts-Modulen relativ groß ist (die ZIMO eigenen Decoder sind darauf eingerichtet). Daher funktioniert die Zugbeeinflussung der ESU Decoder z.T. nicht auf Anhieb oder nur teilweise ! Zwecks Abhilfe muss in den MX9 - Modulen die CV # 18 (Default-Wert 64) modifiziert werden. Nach ersten Erfahrungen ist eine Einstellung von CV # 18 = 70 bis 80 brauchbar. Aber es sind nicht alle MX9 völlig gleich (insbesondere wenn aus verschiedenen Fertigungslosen stammend), sodass sich hier noch andere Erkenntnisse ergeben könnten. 

2004 08 30 - Falls mehrere richtungsabhängige Funktionen gewünscht werden . . .

Im NMRA "function mapping" sind nur die Stirnlampen als richtungsabhängige Funktionen vorgesehen (jeweils eigene CV, nämlich # 33 und # 34, für Stirnlampen vorne und hinten). Richtungsabhängie Rücklichter und Führerhausbeleuchtungen sind hingegen nicht eingeplant. Diese können jedoch durch Verwendung der CV's # 125 bis 128 (Effekte) realisiert werden, und zwar durch deren Bits für die Richtungsabhängigkeit (also Bits 0, 1), bei gleichzeitiger Nullsetzung der Bits 2 - 7.

BEISPIEL:  Die Funktionsausgänge "dritter" und "vierter Ausgang" sollen beide über F1 angesteuert werden, wechselnd mit der Fahrtrichtung. Zu dem Zwecke wird die CV # 35 = "12" gesetzt (also die Bits 2 und 3 in CV # 35), und weiters CV # 127 = "1" und CV # 128 = "2" - also "dritter Ausgang" nur vorwärts eingeschaltet und "vierter Ausgang" nur rückwärts, Effekt-Codes in Bits 2-7 bleiben alle damit "0".

HINWEIS: Ab SW-Version 17 (September 2004 für MX62, MX63, MX64, MX64H) gibt es für alle Ausgänge - egal ob "normaler" Ausgang oder "Logikpegel"-Ausgang - eine eigene Effekt-CV (also dann CV's # 125 bis 132 für 8 Ausgänge), sodass sämtliche Ausgänge bei Bedarf auch für richtungsabhängige Einrichtungen verwendet werden können.

2004 04 30 - Probleme beim Programmieren und Auslesen im "service mode" . . .

Probleme beim Programmieren und Auslesen von Adresse und CVs gehören zu den "ewigen" Schwierigkeiten im DCC-Alltag. Dies hat damit zu tun, dass gemäß des DCC Standards die Rückmeldungen (Quittungen, Acknowledgements) aus dem Decodern durch Ein- und Ausschalten von angeschlossenen Verbrauchern (Motor, Stirnlampen) erfolgt. Diese sind naturgemäß nicht spezifizierbar, und in jedem Fahrzeug anders.

In jüngster Zeit gibt es wieder vermehrt Kundenberichte, nach denen Komponenten in der Lok beim Quittieren der Programmierung und beim Auslesen hinderlich sind. Dies können Störschutzglieder am Motor sein, Widerstände zwischen Schiene und Decoder, Kondensatoren zwischen den Stromabnehmern, Spannungsregler für Lampen, u.a. Dann funktioniert Programmieren und Auslesen mit dem einem Digitalsystem ganz normal, mit einem anderen nicht, bei Veränderung der Fahrspannung doch wieder, usw.

In solchen Fällen kann man nur empfehlen, solche Komponenten zu entfernen (die im Digitalbetrieb mit ZIMO Decodern auch kaum benötigt werden). Wenn der Decoder (mit schwarzem und rotem Draht) an den Schienen-Stromabnehmern hängt, Motor und Stirnlampen direkt an den Decoder-Ausgängen, gibt es nur selten Probleme ...

Unangenehm in dieser Beziehung sind allerdings auch Einrichtungen, die direkt an den Schienenstromabnehmern hängen (also parallel zum Decoder und von diesem nicht ausschaltbar) und permanent Strom verbrauchen (z.B. decoder-unabhängige Soundbausteine). Dann hängt es von der "Schlauheit" der Digitalzentrale ab, ob Programmieren und Auslesen trotzdem funktioniert - und da verhält sich natürlich jedes Fabrikat (und häufig auch jede Software-Version eines bestimmten Gerätes) anders ... 

2004 04 01 - Was tun gegen schmutzige Schienen ?

Mit Hilfe eines Kondensators als Energie-Buffers kann

  • das Fahrverhalten auf verschmutzten Gleisen (bzw. mit verschmutzten Rädern) verbessert werden,

  • das Lichtflackern durch Kontaktunterbrechungen reduziert werden,

  • und Steckenbleiben des Zuges, insbesondere beim Langsamfahren, vermieden werden.

Lesen Sie mehr darüber in:Betriebsanleitung für MX62, MX63, MX64 (Seite 19)

2004 02 13 - Verwenden Sie die "exponentielle Beschleunigung" !

Alle aktuellen ZIMO Decoder (ca. ab 2002) besitzen die Konfigurationsvariablen # 121 und # 122 (exponentielle Beschleunigungs- bzw. Bremskurve). Dieses Feature wird nicht sehr häufig benützt, obwohl es in vielen Fällen ein schönes Fahrverhalten zu produzieren in der Lage ist.

Die CV's # 121 und # 122 sind immer im Zusammenhang mit den Grundwerten für das Beschleunigungs- und Bremsverhalten in CV # 3 und # 4 zu sehen; beispielsweise bewirkt ein für viele Anwendungen empfehlenswertes CV-Set 

   CV # 3 = "4"    CV # 4 = "2"    CV # 121 = "25"    CV # 122 = "25"

einerseits, dass die Lok sehr direkt steuerbar ist (am Fahrregler "hängt", besonders beim Bremsen), weil ja die Grundwerte klein sind; beim Langsamfahren reagiert die Lok trotzdem sehr sanft (dort sind die realen Beschleunigungszeiten durch CV # 121 und # 122 verlängert); beim Schnellfahren hingegen recht prompt (dort, wo grosse Distanzen schnell zurückgelegt werden, und daher eine rasche Bremsmöglichkeit vorteilhaft ist).

Die "exponentielle Beschleunigung" wirkt auch im Automatikbetrieb bei Verwendung der "signalabhängigen Zugbeeinflussung" (auch bei "ABC", sobald implementiert), und ermöglicht dort besonders vorbildgemäße Bahnhofsausfahrten. Natürlich sind die oben angeführten Werte nur Richtwerte für den Erstversuch; manchmal ist z.B. "35" besser als "25" - dies kann nur durch entsprechende Versuche abgeklärt werden.

Ein weiterer Anwendungsfall der "exponentiellen Beschleunigung" sind jene Anwendungsfälle, wo nur 14 oder 28 Fahrstufen verwendet werden (statt 128, was heute eher der Normalfall ist), weil beim verwendeten Digitalsystem (das betrifft natürlich nicht ZIMO Systeme) entweder 128 Fahrstufen gar nicht zur Verfügung stehen, oder eine unkomfortable Bedienung zur Folge hätten ("Kurbelei" am Fahrreglerknopf). Dort hilft eine Verwendung der CV's # 121 und # 122 (z.B: auch auf "25" programmiert, zusammen mit ganz kleinen Werten wie "1" oder "2" in den CV's # 3 und # 4) die ansonsten sichtbaren und unschönen Stufensprünge zu vermeiden.

 

2003 11 02 - Lichtflackern verhindern mit MX68

Beleuchtete Wagen haben oft einen schlechten Rad-Schiene - Kontakt, was zu lästigem Flackern führt. Mit Hilfe einer wiederaufladbaren Batterie (ca. 3 V niedriger als die verwendete Fahrspannung), und einiger "Bastelei" läßt sich dies verhindern!

Die Batterie muss über eine Diode in den Fahrstromkreis des Funktions-Empfängers MX68 ihre Spannung einspeisen (zwischen dem Masse-Pad und dem blauen Plus-Draht); parallel zur Diode wird ein Widerstand geschaltet, welcher das schonende Laden (da ungeregelt, ist je nach Batterie-Typ nur kleiner Strom erlaubt) bewirkt. Um zu verhindern, dass sich die Batterie total entlädt, wenn man vergisst, vor dem System-Ausschalten das Wagenlicht auszuschalten, wäre ein zeitverzögertes Relais in der Batterieleitung zu empfehlen, welches von der Fahrspannung versorgt wird.

Genauerer Vorschlag geplant !

2003 07 25 - ZIMO Decoder mit Fremdsystemen

Ein Unterschied gegenüber ZIMO ist fast allen Fremdsystemen gemeinsam: die Fahrstrom-Versorgung ist nicht oder nur teil-stabilisiert und häufig relativ schwach. Daher kann es zu Gleichlaufschwankungen und/oder zu nicht ausreichender Endgeschwindigkeit kommen, weil ZIMO Decoder eben auf die stabilisierte und bis 24 hochregelbare Fahrspannung der ZIMO Basisgeräte eingestellt sind.

Es empfiehlt sich bei Bedarf (oder auch vorbeugend) -

- die CV # 57 (Referenzspannung) nicht in Default-Einstellung “0” (wo sich die Regelung nach der gemessenen Schienenspannung richtet) zu lassen, sondern auf einen Festwert zu setzen (z.B. “140” für ein Digitalsystem mit einer typ. Schienenspannung von 16 - 18 V, wovon dann 14 V ausgenützt werden sollen und eine Reserve bleibt).

- wenn die gewünschte Endgeschwindigkeit nicht erreicht wird, kann in CV # 112 das Bit 6 = 1 gesetzt werden (also z.B. CV # 112 = 68 statt 4). Damit wird bei höheren Geschwindigkeiten die “Meßlücke” verkürzt und dadurch mehr Energie für den Antrieb frei. Manchmal muss dafür ein kleiner Übergangssprung im Beschleunigungsverlauf in Kauf genommen werden.

2003 02 05 - Halbgeschwindigkeitstaste am Fahrpult MX2

Der Schieberegler kann auf den halben Bereich umgestellt werden, was ein besonders feinfühliges Fahren ermöglicht. Dies ist früher einfach mit der Taste "L" erfolgt; seit diese Taste jedoch auch als "Shift" für die Funktionen F8 bis F12 gebraucht wird, müssen "E" und "L" zusammen betätigt werden, um die Halbgeschwindigkeits-Funktion ein- und auszuschalten !
2003 01 10 - "Reparieren" Sie defekte Funktionsausgänge mittels "function mapping" selbst !

Falls z.B. der Funktionsausgang für "Stirnlampen hinten" aus irgendeinem Grund defekt geworden ist, besteht die Möglichkeit, einen nicht gebrauchten Ausgang an dessen Stelle zu verwenden: die CV# 34 wird auf den Wert "8" umprogrammiert, und die Stirnlampe wird an den grünen Draht, also an den "vierten" Funktionsausgang angeschlossen (statt wie bisher am gelben Draht), und die Lok funktioniert wie bisher ! Ohne Decoder-Ausbauen, -Einsenden und Warten ...

2003 01 05 - Neue CV # 84 im Basisgerät ab SW-Version 2.00 zur Optimierung des Aussendezyklus

Bei großen Anwendungen, wo viele Fahrzeuge mit großen Adressen (128 bis 10239) verwendet werden, kommt es bisweilen zu dem Problem, dass diese großen Adressen (soferne sie in keinem der angeschlossenen Fahrpulte zumindest im Hintergrund vorhanden sind) nicht mehr häufig genug ausgesendet werden, um die Zugnummernerkennung und das rechtzeitige Losfahren aus Schattenbahnhöfen (mit Strom-Abschaltung durch "A"-Zustand) sicherzustellen.

Durch Umprogrammieren der Basisgerät-Konfigurationsvariablen CV # 84 auf den Wert "1" bleiben diese Adressen "ewig" (auch nach System-Abschaltung) in der erhöhten Prioritätsstufe, nachdem sie einmal von einen Fahrpult aus aktiviert worden sind, auch wenn sie mittlerweile wieder aus den Fahrpulten entfernt worden sind (durch Löschen oder Überlauf des auf 10 Plätze begrenzten Hintergrundspeichers). Allerdings bleiben dann auch versehentlich aktivierte Adressen in der erhöhten Prioritätsstufe und belasten damit die Aussende-Effizienz. Daher sollte bisweilen eine Prioritäten-Löschung vorgenommen werden (Schalter 5 kurz auf ON). Siehe auch Betriebsanleitung MX1 !